01.08.2016, 13:06 Uhr

Sum, sum, sum … alte Bienenart auf Gut Wildshut

Die Dunklen Bienen vom Stiegl-Gut Wildshut

Sum, sum, sum … alte Bienenart auf Gut Wildshut

Das alte Bild des Imkers als eigenbrötlerischer, älterer Einsiedler, ist längst überholt. Immer mehr junge Menschen begeistern sich für diese Arbeit, so auch Kristina Sachs. Sie kümmert sich am Stiegl-Gut Wildshut um die Dunklen Bienen. „Auf unserem Gut schreiben wir Artenvielfalt ganz groß. Das beginnt bei unseren Urgetreidesorten, die wir hier kultivieren und geht bis zu alten Rassen, die vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehört auch die Dunkle Biene“, erzählt Gutsverwalter Franz Zehentner.

Kristina Sachs hat ihr Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht und kümmert sich um die rund 17 Bienenvölker in Wildshut und erklärt: „Die Dunkle Biene ist eine natürlich entstandene Unterart der Westlichen Honigbiene - der Apis Mellifera - und ist die einzige auf der gesamten Alpennordseite ursprünglich beheimatete Honigbiene.„Die derzeit bei uns meist verbreitete Bienenart ist die Kärntner-Biene, auch Carnica genannt. Obwohl die Dunkle Biene bereits vor über 10.000 Jahren bei uns heimisch war, wurde sie von der ertragreicheren Carnica verdrängt. 

Die Gier des Menschen nach mehr (Honig-)Ertrag hat die ursprünglich bei uns beheimatete Dunkle Biene fast ausgerottet“, erzählt Sachs und ergänzt, dass der Anteil an der gesamten Bienenpopulation heute nur noch ein Prozent ausmache, und dass, obwohl sie wesentlich besser an unser alpenländisches Klima angepasst sei als die Carnica.

„Außerdem sagt man ihr einen stärkeren Putztrieb als ihren südländischen Verwandten nach, was sie vermutlich auch macht. Diese Eigenschaften könnten in naher Zukunft noch hilfreich sein, denn die Bienen sind immer größeren Bedrohungen ausgesetzt“, so die ambitionierte Imkerin. Den Namen verdankt sie übrigens ihren dunkleren Filzbinden, die farblich bis zum völligen Schwarz reichen können.